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Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Wirtschaftsinformatik und Wertorientiertes Prozessmanagement – Professor Dr. Maximilian Röglinger

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Forschungsprojekte

Derzeit werden an der Professur für Wirtschaftsinformatik und Wertorientiertes Projektmanagement folgende Projekte durchgeführt:

Wertorientiertes Prozessprojektportfoliomanagement:

Das Management und die Verbesserung betrieblicher Prozesse genießen hohe Aufmerksamkeit in Wissenschaft und Praxis. Mit einem Fokus auf technische und fachkonzeptionelle Fragen hat die Prozessmanagementforschung ausgereifte Ansätze hervorgebracht, um Prozesse zu identifizieren, zu modellieren, auszuführen, zu steuern und zu verbessern. In den letzten Jahren gewinnen Fragen rund um eine Entscheidungsunterstützung im Prozessmanagement und die Entwicklung von Prozessmanagementfähigkeiten stärker an Bedeutung. Unsere Forschungsgruppe widmet sich der Frage, wie sich die Entwicklung von Prozessmanagementfähigkeiten und die Verbesserung einzelner Prozesse über die Zeit hinweg integriert planen lassen. Es geht herauszufinden, welche Projekte ein Unternehmen in welcher Reihenfolge unter Berücksichtigung von Abhängigkeiten zwischen Prozessen, Projekten und Kennzahlen umsetzen soll. Hierunter fallen auch Fragen der Prozesspriorisierung und des Process Performance Managements. 

Ex-ante-Analyse von Process Deviance:

​Ein zentrales Problem des Prozessmanagements besteht darin, dass sich Prozesse anders verhalten als beabsichtigt. Abweichendes Prozessverhalten (process deviance) wird Stand heute vornehmlich aus einer Ex-post-Perspektive untersucht. So wird beispielsweise mit IT-gestützten Methoden aufwändig nach konkreten Abweichungen in Ereignislogs gesucht. Unsere Forschungsgruppe nimmt eine Ex-ante-Perspektive ein und arbeitet an einem Bezugsrahmen, mit dessen Hilfe sich die Tendenz eines Prozesses zu abweichendem Verhalten (process deviance proneness) strukturieren lässt. Das Forschungsziel besteht darin, ein validiertes Screening-Instrument zu entwickeln, mit dem Prozesse aus unterschiedlichen Kontexten hinsichtlich ihrer Tendenz zu abweichendem Verhalten bewertet werden können. Prozessportfoliomanager können somit in einem „Schnelltest“ herausfinden, ob es sinnvoll erscheint, einen Prozess mit bisherigen ex-post orientierten Methoden detailliert zu untersuchen.

Handlungsfelder der Digitalen Transformation:

Digitalisierung beschreibt die zunehmende Durchdringung von Wirtschaft und Gesellschaft mit digitalen Technologien (z.B. Social Media, Big Data, Clouds, Smart Devices, Internet der Dinge) sowie die damit verbundenen Änderungen hinsichtlich der Vernetzung von Individuen und deren Verhalten. Aufgrund des damit einhergehenden Innovations- und Technologiedrucks, erfordert Digitalisierung ein Umdenken im großen Stil. Für Unternehmen bedeutet Digitale Transformation, bestehende Geschäfts- und Betriebsmodelle angesichts der fortschreitenden Digitalisierung neu zu denken, um eine nachhaltige Wertschöpfung zu gewährleisten. Vor diesem Hintergrund untersucht unsere Forschungsgruppe, welche Handlungsfelder bei der Digitalen Transformation zu berücksichtigen sind und wie sich auf dieser Basis unternehmensindividuelle Transformationsstrategien ableiten lassen.

​Digital (Data) Services im Business-to-Consumer-Umfeld: 

Digitale Technologien (z.B. Social Media, Big Data, Clouds, Smart Devices, Internet der Dinge)  revolutionieren die Interaktion zwischen Unternehmen und Kunden. Während bislang traditionelle Online- und Offline-Kanäle im Rahmen eines integrierten Multikanalmanagements genutzt wurden, erlauben digitale Technologien völlig neuartige Interaktionsmuster. Zum Beispiel ermöglicht es das Internet der Dinge, dass Kunden über nahtlos in ihre Alltagsprozesse integrierte „smart things“ mit Unternehmen kommunizieren. In diesem Zusammenhang untersucht unsere Forschungsgruppe, welche Interaktionsmuster und Geschäftsmodelle digitale Technologien in unterschiedlichen Anwendungsbereichen ermöglichen, wie auf dieser Basis innovative Dienstleistungen gestaltet werden können und welche Rolle den Nutzer- und Unternehmensdaten zukommt. 


Verantwortlich für die Redaktion: Sekretariat WPM

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